Was versteht man unter einer nachhaltigen Reinigung

Was versteht man unter einer nachhaltigen Reinigung

Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern eine Verpflichtung – auch in der Welt der Reinigung und Textilpflege.

Immer mehr Menschen achten darauf, wie ihre Kleidung gereinigt wird und welchen Einfluss diese Prozesse auf die Umwelt haben.

Doch was bedeutet nachhaltige Reinigung eigentlich genau?

Und wie kann man Kleidungsstücke, Textilien und Materialien sauber bekommen, ohne dabei die Umwelt unnötig zu belasten?

Was zeichnet eine nachhaltige Reinigung aus?

Eine nachhaltige Reinigung basiert auf der Idee, möglichst umweltschonend, ressourcensparend und gesundheitsfreundlich zu reinigen.

Das betrifft sowohl die verwendeten Reinigungsmittel als auch den Energieverbrauch, das Abwasser und das Arbeitsumfeld der Mitarbeitenden.

Ziel ist es, ein sauberes Ergebnis zu erzielen – aber mit Rücksicht auf Mensch und Natur.

Hauptmerkmale nachhaltiger Reinigungsverfahren

Damit eine Reinigung als nachhaltig gelten kann, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein.

  • Verwendung umweltfreundlicher Reinigungsmittel: Diese enthalten keine giftigen Chemikalien, sind biologisch abbaubar und schonen die Haut.
  • Ressourceneffizienz: Nachhaltige Betriebe achten auf einen sparsamen Umgang mit Wasser und Energie.
  • Verzicht auf aggressive Lösungsmittel: Besonders wichtig ist dies in der professionellen Textilreinigung, wo oft starke Chemikalien zum Einsatz kommen.
  • Abfallvermeidung: Weniger Einwegverpackungen und mehr wiederverwendbare Materialien sind das Ziel.
  • Modernste Technik: Nachhaltige Reinigungen setzen auf Maschinen mit geringem Stromverbrauch und hoher Langlebigkeit.

Die Rolle von CO2-emissionsarmen Arbeitsprozessen

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck der Reinigungsprozesse.

Nachhaltige Textilreinigungen bemühen sich aktiv darum, Emissionen zu reduzieren und klimaneutral zu arbeiten.

Das geschieht zum Beispiel durch:

  1. optimierte Tourenplanung beim Abholen und Liefern von Kleidungsstücken, um den Kraftstoffverbrauch zu senken,
  2. Umstieg auf Elektrofahrzeuge im Fuhrpark,
  3. Bezug von Ökostrom für den Betrieb aller Maschinen und
  4. Investitionen in CO2-Kompensation, etwa durch Baumpflanzprojekte.

All diese Maßnahmen tragen zu einem insgesamt umweltfreundlicheren Betrieb bei.

Bedeutung von umweltschonenden Waschsystemen

Moderne Waschsysteme sind der Dreh- und Angelpunkt nachhaltiger Reinigungsverfahren.

Diese Geräte sind meist energieeffizienter, nutzen innovative Wasseraufbereitungsverfahren und benötigen weniger Waschmittel.

Ein gutes Beispiel sind geschlossene Kreislaufsysteme, bei denen das verwendete Wasser aufbereitet und wiederverwendet wird.

Dadurch wird nicht nur Wasser gespart, sondern auch die Umweltbelastung durch Abwasser gesenkt.

Alternative Verfahren zur chemischen Reinigung

Traditionelle chemische Reinigungen verwenden oft Perchlorethylen, ein Lösungsmittel, das unter Umweltgesichtspunkten problematisch ist.

Nachhaltige Betriebe setzen stattdessen auf Alternativen wie:

  • CO₂-Reinigung: Ein Verfahren, bei dem flüssiges Kohlendioxid als Lösungsmittel dient – ungiftig und wiederverwertbar.
  • Wasserbasierte Nassreinigung: Schonende Methode, ideal für empfindliche Textilien.
  • Silicon-basierte Systeme: Diese sind biologisch abbaubar und weniger hautreizend.

Solche Technologien sind zwar in der Anschaffung teurer, erzielen jedoch ausgezeichnete Reinigungsergebnisse und schonen die Umwelt.

Ein Blick hinter die Kulissen – eine praxisnahe Erfahrung

Ein gutes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit bietet eine kleine Wäscherei in Freiburg, die seit 2015 konsequent auf ökologische Prozesse setzt.

Ursprünglich als klassische Reinigung gegründet, stellte sie nach und nach auf biologische Waschmittel um, ersetzte ihre Maschinen durch energieeffiziente Modelle und investierte in ein ausgeklügeltes Wasserrückgewinnungssystem.

Besonders stolz ist der Besitzer auf eine Sonnenkollektoranlage auf dem Betriebsdach, die einen Großteil des Energiebedarfs deckt.

„Früher haben wir jede Woche mehrere Kanister Perchlorethylen verbraucht,“ erzählt er, „heute kommen wir komplett ohne aus.“

Dank der positiven Resonanz der Kundschaft konnte das Unternehmen sogar wachsen und beschäftigt mittlerweile zwölf Mitarbeitende.

Viele Kunden kommen bewusst wegen der nachhaltigen Ausrichtung – ein Beweis dafür, dass Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sind.

Diese Geschichte zeigt sehr deutlich, dass sich nachhaltige Reinigung lohnt – ökologisch und ökonomisch.

Was können Kundinnen und Kunden selbst tun?

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können zur Nachhaltigkeit beitragen.

Mit dem richtigen Verhalten beim Waschen und bei der Auswahl von Reinigungsdiensten lässt sich viel bewirken.

Tipps für umweltbewusste Entscheidungen

  • Reinigung nach Bedarf: Kleidung nur reinigen lassen, wenn es wirklich nötig ist.
  • Textilien pfleglich behandeln: So bleiben sie länger schön und müssen seltener gereinigt werden.
  • Nachfragen stellen: Ob ein Betrieb auf umweltschonende Verfahren achtet, erfährt man durch gezieltes Nachfragen.
  • Labels beachten: Viele nachhaltige Betriebe sind mit Umweltzertifikaten ausgezeichnet.

Wenn viele kleine Entscheidungen zusammenkommen, entsteht große Wirkung.

Häufige Fragen zur nachhaltigen Reinigung

Ist nachhaltige Reinigung teurer als herkömmliche?

Oft sind die Preise leicht höher, weil umweltfreundliche Technik und Produkte mehr kosten.

Langfristig zahlt sich nachhaltige Reinigung aber aus, weil sie Kleidung besser schont und die Umwelt schützt.

Kann jede Wäscherei auf nachhaltige Verfahren umstellen?

Prinzipiell ja, aber es ist mit Investitionen und Schulungen verbunden.

Ein schrittweiser Übergang ist jedoch für viele Betriebe realistisch umsetzbar.

Wie erkenne ich eine umweltfreundliche Reinigung?

Es gibt verschiedene Siegel wie den Blauen Engel oder EU Ecolabel.

Außerdem geben Betriebe oft auf ihrer Website oder im Geschäft Auskunft über ihre Umweltstandards.

Ist Nassreinigung wirklich für alle Kleidung geeignet?

Neue Technologien ermöglichen die Reinigung fast aller Materialien im Nassverfahren.

Vorausgesetzt die Mitarbeitenden sind geschult – dann ist Nassreinigung auch für empfindliche Fasern wie Wolle oder Seide möglich.

Einzige Ausnahme: stark ölhaltige Verschmutzungen, bei denen Lösungsmittel effektiver sind.

Vorteile nachhaltiger Reinigung auf einen Blick

Zum Schluss lohnt sich ein Überblick über die zahlreichen Vorteile der nachhaltigen Reinigung:

  • Schont die Gesundheit der Mitarbeitenden und Kundschaft.
  • Reduziert Umweltbelastungen durch weniger Emissionen und Abfälle.
  • Pflegt Textilien besonders schonend und verlängert ihre Lebensdauer.
  • Stärkt das Vertrauen bei einer umweltbewussten Kundengruppe.
  • Zeigt gesellschaftliche Verantwortung – ein Pluspunkt für das Image.

Nachhaltigkeit ist kein Luxus, sondern eine Investition in die Zukunft.

In der heutigen Zeit erwarten Kundinnen und Kunden mehr als ein gutes Reinigungsergebnis – sie wünschen sich ein gutes Gewissen beim Abgeben ihrer Kleidung.

Nachhaltige Reinigung bietet genau das: Qualität, Verantwortung und Innovation in einem.

Insgesamt zeigt sich also sehr deutlich:

Wer sich für nachhaltige Reinigung entscheidet, investiert in die Schonung unserer Ressourcen, den Schutz unserer Umwelt und die Langlebigkeit unserer Kleidung.

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